SB1
Wirbelsäule, Gelenke, Arme und Beine, mit eingeschränkter Bewegung und Kraft
Knochen, Gelenke und Muskeln
So steht die Gruppe im Katalog: Erkrankungen der Wirbelsäule, Gelenke und Extremitäten (mit motorisch-funktionellen Schädigungen)
Dazu gehören
- Gelenkverschleiß (Arztsprache: degenerative Gelenkerkrankungen)
- Gelenkverletzung oder Zustand nach einer Operation (Arztsprache: traumatische Gelenkerkrankungen und Operationsfolgen)
- entzündliches Rheuma (Arztsprache: entzündlich-rheumatische Erkrankungen, etwa rheumatoide Arthritis oder Arthritis psoriatica)
- Morbus Bechterew und verwandte Wirbelsäulenentzündungen (Arztsprache: Spondyloarthritiden)
- Wirbelbruch, auch nach einer Operation (Arztsprache: Wirbelsäulenfrakturen, auch postoperativ)
- steife Schulter (Arztsprache: Schultersteife)
- künstliches Gelenk eingesetzt (Arztsprache: Endoprothesenimplantation)
Was bei dieser Gruppe eingeschränkt ist
- Wirbelsäule und Gelenke sind schlecht beweglich oder instabil, Haltung und Haltungskontrolle sind gestört.
- Muskelkraft, Ausdauer, Muskelspannung und Koordination sind eingeschränkt, dazu kommt Schmerz.
Welche Behandlung auf das Rezept kommt
Zuerst in Frage kommen: Übungen für Bewegung und Kraft (Motorisch-funktionelle Behandlung). Ergänzend, aber nie allein: Wärme und Kälte (Thermische Anwendungen).
Ein Rezept trägt höchstens 10 Behandlungen. Bis zum Therapieziel sieht der Katalog 20 Behandlungen vor. Das sind 2 Rezepte nacheinander.
Bei ein bis drei Terminen pro Woche zieht sich das über 7 bis 20 Wochen.
Ab 18 Jahren zahlen Sie für diese 2 Rezepte an festen Beträgen bis Ende 2026 20 Euro und ab dem 1. Januar 2027 30 Euro. Dazu kommen 10 Prozent der Behandlungskosten. Kinder und Jugendliche unter 18 zahlen nichts dazu.
SB2
Wirbelsäule, Gelenke, Arme und Beine, mit gestörter Bewegung und Wahrnehmung
Knochen, Gelenke und Muskeln
So steht die Gruppe im Katalog: Erkrankungen der Wirbelsäule, Gelenke und Extremitäten (mit motorisch-funktionellen und sensomotorisch-perzeptiven Schädigungen)
Dazu gehören
- Wirbelsäulenschaden, der auf eine Nervenwurzel drückt (Arztsprache: Wirbelsäulenerkrankungen mit radikulären Schädigungen)
- versteifte Wirbelsäule oder versteiftes Gelenk nach einer Operation (Arztsprache: Arthrodesen und Spondylodesen)
- Narben und Bewegungseinschränkung nach Verbrennung oder Verätzung (Arztsprache: Kontrakturen und Narben nach Verbrennungen oder Verätzungen)
- Amputation (Arztsprache: Amputationen)
- Kompartmentsyndrom (zu hoher Druck im Muskelgewebe)
- angeborene Fehlbildung der Gliedmaßen (Arztsprache: angeborene Fehlbildungen, etwa Dysmelie)
- komplexes regionales Schmerzsyndrom im Stadium II oder III (Arztsprache: sympathische Reflexdystrophie Stadium II und III)
Was bei dieser Gruppe eingeschränkt ist
- Bandscheiben und Bänder sind geschädigt, zum Beispiel zu locker oder überbeweglich, dazu sind Haltung und Gelenkstabilität gestört.
- Muskelkraft, Ausdauer, Muskelspannung und Koordination sind eingeschränkt, dazu kommt Schmerz.
- Körperwahrnehmung, Empfindungsvermögen, Koordination sowie grobe und feine Bewegungen sind gestört.
Welche Behandlung auf das Rezept kommt
Zuerst in Frage kommen: Übungen für Bewegung und Kraft (Motorisch-funktionelle Behandlung), Training für Wahrnehmung und Bewegung (Sensomotorisch-perzeptive Behandlung). Ergänzend, aber nie allein: Wärme und Kälte (Thermische Anwendungen).
Ein Rezept trägt höchstens 10 Behandlungen. Bis zum Therapieziel sieht der Katalog 30 Behandlungen vor. Das sind 3 Rezepte nacheinander.
Bei ein bis drei Terminen pro Woche zieht sich das über 10 bis 30 Wochen.
Ab 18 Jahren zahlen Sie für diese 3 Rezepte an festen Beträgen bis Ende 2026 30 Euro und ab dem 1. Januar 2027 45 Euro. Dazu kommen 10 Prozent der Behandlungskosten. Kinder und Jugendliche unter 18 zahlen nichts dazu.
SB3
Autoimmun- und Muskelerkrankungen, die Bewegung und Wahrnehmung stören
Knochen, Gelenke und Muskeln
So steht die Gruppe im Katalog: System- und Autoimmunerkrankungen mit Bindegewebe-, Muskel- und Gefäßbeteiligung (mit motorisch-funktionellen und sensomotorisch-perzeptiven Schädigungen)
Dazu gehören
- Sklerodermie (Verhärtung von Haut und Bindegewebe)
- Lupus (systemischer Lupus erythematodes, eine Autoimmunerkrankung)
- Polymyositis (Muskelentzündung)
- Mischkollagenose, auch Sharp-Syndrom genannt (Arztsprache: Mischkollagenosen (Sharp-Syndrom))
- Myasthenie (Muskelschwäche durch gestörte Signalübertragung vom Nerv zum Muskel)
- Myotonie (Muskeln entspannen sich nach dem Anspannen nur langsam)
- Muskeldystrophie (fortschreitender Muskelschwund)
Was bei dieser Gruppe eingeschränkt ist
- Gelenke sind schlecht beweglich oder instabil.
- Muskelkraft, Ausdauer, Muskelspannung und Koordination sind eingeschränkt, dazu kommt Schmerz.
- Körperwahrnehmung, Empfindungsvermögen, Koordination sowie grobe und feine Bewegungen sind gestört.
Welche Behandlung auf das Rezept kommt
Zuerst in Frage kommen: Übungen für Bewegung und Kraft (Motorisch-funktionelle Behandlung), Training für Wahrnehmung und Bewegung (Sensomotorisch-perzeptive Behandlung). Ergänzend, aber nie allein: Wärme und Kälte (Thermische Anwendungen).
Ein Rezept trägt höchstens 10 Behandlungen. Bis zum Therapieziel sieht der Katalog 30 Behandlungen vor. Das sind 3 Rezepte nacheinander.
Bei ein bis drei Terminen pro Woche zieht sich das über 10 bis 30 Wochen.
Ab 18 Jahren zahlen Sie für diese 3 Rezepte an festen Beträgen bis Ende 2026 30 Euro und ab dem 1. Januar 2027 45 Euro. Dazu kommen 10 Prozent der Behandlungskosten. Kinder und Jugendliche unter 18 zahlen nichts dazu.
EN1
Erkrankungen des Gehirns und Entwicklungsstörungen
Gehirn, Rückenmark und Nerven
So steht die Gruppe im Katalog: ZNS-Erkrankungen (Gehirn), Entwicklungsstörungen
Dazu gehören
- Schlaganfall oder Hirnblutung (Arztsprache: zerebrale Ischämie, Blutung, Hypoxie, Tumor)
- Schädel-Hirn-Trauma
- Schädigung rund um die Geburt, etwa infantile Zerebralparese (Arztsprache: prä-, peri-, postnatale Schädigungen, etwa infantile Zerebralparese)
- genetisches Syndrom, etwa Trisomie 21 (Arztsprache: genetische Syndrome, etwa Trisomie 21)
- Fehlbildungssyndrom, etwa Hydrozephalus (Wasserkopf) (Arztsprache: Fehlbildungssyndrome, etwa Hydrozephalus)
- Morbus Parkinson (Arztsprache: M. Parkinson)
- Multiple Sklerose
- amyotrophe Lateralsklerose (ALS)
- Hirnhaut- oder Gehirnentzündung (Arztsprache: Meningoenzephalitis)
Was bei dieser Gruppe eingeschränkt ist
- Die Bewegung ist gestört, zum Beispiel Gleichgewicht, grobe und feine Bewegungen, Koordination, Muskelkraft und Muskelspannung, bis hin zur Lähmung einer Körperhälfte oder aller vier Gliedmaßen und zu Spastik, also dauerhaft angespannten Muskeln.
- Die Sinne sind gestört, zum Beispiel das Gesichtsfeld, die Körperwahrnehmung, das Empfindungsvermögen und die Tiefenwahrnehmung.
- Das Denken ist gestört, zum Beispiel Aufmerksamkeit, Gedächtnis, das Zusammenspiel von Denken und Bewegung, Wahrnehmung und höhere Denkleistungen.
Welche Behandlung auf das Rezept kommt
Zuerst in Frage kommen: Training für Wahrnehmung und Bewegung (Sensomotorisch-perzeptive Behandlung), Übungen für Bewegung und Kraft (Motorisch-funktionelle Behandlung), Training für Denken und Aufmerksamkeit (Hirnleistungstraining oder neuropsychologisch orientierte Behandlung), Training für seelische Stabilität und Alltag (Psychisch-funktionelle Behandlung). Ergänzend, aber nie allein: Wärme und Kälte (Thermische Anwendungen).
Ein Rezept trägt höchstens 10 Behandlungen. Bis zum Therapieziel sieht der Katalog 40 Behandlungen vor. Das sind 4 Rezepte nacheinander.
Bei ein bis drei Terminen pro Woche zieht sich das über 14 bis 40 Wochen.
Bis zum 18. Geburtstag sieht der Katalog bis zu 60 Behandlungen vor, also bis zu 6 Rezepte.
Ab 18 Jahren zahlen Sie für diese 4 Rezepte an festen Beträgen bis Ende 2026 40 Euro und ab dem 1. Januar 2027 60 Euro. Dazu kommen 10 Prozent der Behandlungskosten. Kinder und Jugendliche unter 18 zahlen nichts dazu.
EN2
Erkrankungen des Rückenmarks und Nerven-Muskel-Erkrankungen
Gehirn, Rückenmark und Nerven
So steht die Gruppe im Katalog: ZNS-Erkrankungen (Rückenmark), neuromuskuläre Erkrankungen
Dazu gehören
- Querschnittlähmung, vollständig oder unvollständig (Arztsprache: Querschnittsyndrome, komplett oder inkomplett)
- Fehlbildungssyndrom, etwa Spina bifida (Arztsprache: Fehlbildungssyndrome, etwa Spina bifida)
- spinale Muskelatrophie (fortschreitender Muskelschwund durch geschädigte Nervenzellen im Rückenmark)
- Vorderhornschädigung, etwa nach Kinderlähmung (Poliomyelitis) (Arztsprache: Vorderhornschädigungen, etwa Poliomyelitis)
- amyotrophe Lateralsklerose (ALS)
- Multiple Sklerose
Was bei dieser Gruppe eingeschränkt ist
- Die Bewegung ist gestört, zum Beispiel Muskelkraft und Muskelspannung, bis hin zur Querschnittlähmung oder zur Lähmung aller vier Gliedmaßen, dazu die Koordination.
- Die Sinne sind gestört, zum Beispiel das Empfindungsvermögen sowie die Wahrnehmung von Temperatur und Tiefe.
- Seele und Gefühle sind belastet.
Welche Behandlung auf das Rezept kommt
Zuerst in Frage kommen: Training für Wahrnehmung und Bewegung (Sensomotorisch-perzeptive Behandlung), Übungen für Bewegung und Kraft (Motorisch-funktionelle Behandlung), Training für seelische Stabilität und Alltag (Psychisch-funktionelle Behandlung). Ergänzend, aber nie allein: Wärme und Kälte (Thermische Anwendungen).
Ein Rezept trägt höchstens 10 Behandlungen. Bis zum Therapieziel sieht der Katalog 40 Behandlungen vor. Das sind 4 Rezepte nacheinander.
Bei ein bis drei Terminen pro Woche zieht sich das über 14 bis 40 Wochen.
Ab 18 Jahren zahlen Sie für diese 4 Rezepte an festen Beträgen bis Ende 2026 40 Euro und ab dem 1. Januar 2027 60 Euro. Dazu kommen 10 Prozent der Behandlungskosten. Kinder und Jugendliche unter 18 zahlen nichts dazu.
EN3
Schäden an Nerven außerhalb des Gehirns und Muskelerkrankungen
Gehirn, Rückenmark und Nerven
So steht die Gruppe im Katalog: Periphere Nervenläsionen, Muskelerkrankungen
Dazu gehören
- Lähmung eines einzelnen Nervs (Arztsprache: periphere Paresen)
- Lähmung des Armnervengeflechts (Arztsprache: Plexusparesen)
- Polyneuropathie (Schäden an vielen Nerven), etwa bei Diabetes (Arztsprache: Polyneuropathien)
- Muskelerkrankung, etwa entzündlich oder stoffwechselbedingt (Arztsprache: Myopathien, etwa metabolische oder entzündliche Myopathien)
Was bei dieser Gruppe eingeschränkt ist
- Die Bewegung ist gestört, zum Beispiel Muskelkraft, Muskelspannung, Muskelschwund sowie grobe und feine Bewegungen.
- Das Empfindungsvermögen ist gestört, zum Beispiel das Temperatur- und das Druckempfinden.
Welche Behandlung auf das Rezept kommt
Zuerst in Frage kommen: Training für Wahrnehmung und Bewegung (Sensomotorisch-perzeptive Behandlung), Übungen für Bewegung und Kraft (Motorisch-funktionelle Behandlung). Ergänzend, aber nie allein: Wärme und Kälte (Thermische Anwendungen).
Ein Rezept trägt höchstens 10 Behandlungen. Bis zum Therapieziel sieht der Katalog 20 Behandlungen vor. Das sind 2 Rezepte nacheinander.
Bei ein bis drei Terminen pro Woche zieht sich das über 7 bis 20 Wochen.
Ab 18 Jahren zahlen Sie für diese 2 Rezepte an festen Beträgen bis Ende 2026 20 Euro und ab dem 1. Januar 2027 30 Euro. Dazu kommen 10 Prozent der Behandlungskosten. Kinder und Jugendliche unter 18 zahlen nichts dazu.
PS1
Entwicklungs-, Verhaltens- und Gefühlsstörungen aus Kindheit und Jugend
Seelische Erkrankungen
So steht die Gruppe im Katalog: Entwicklungs-, Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in Kindheit und Jugend
Dazu gehören
- ADS oder ADHS (Arztsprache: ADS/ADHS)
- frühkindlicher Autismus
- Störung des Sozialverhaltens
- Essstörung, etwa Magersucht oder Bulimie (Arztsprache: Essstörung, etwa Anorexie oder Bulimie)
- emotionale Störung im Kindesalter
Was bei dieser Gruppe eingeschränkt ist
- Grundlegende seelische Funktionen sind gestört, also der Umgang mit anderen Menschen, Temperament, Persönlichkeit und Antrieb.
- Einzelne seelische Funktionen sind gestört, also Aufmerksamkeit, Gedächtnis, das Zusammenspiel von Denken und Bewegung, Verhalten, Gefühle, Selbstwahrnehmung und höhere Denkleistungen.
Welche Behandlung auf das Rezept kommt
Zuerst in Frage kommen: Training für seelische Stabilität und Alltag (Psychisch-funktionelle Behandlung), Training für Denken und Aufmerksamkeit (Hirnleistungstraining oder neuropsychologisch orientierte Behandlung), Training für Wahrnehmung und Bewegung (Sensomotorisch-perzeptive Behandlung). Eine ergänzende Behandlung sieht der Katalog hier nicht vor.
Ein Rezept trägt höchstens 10 Behandlungen. Bis zum Therapieziel sieht der Katalog 40 Behandlungen vor. Das sind 4 Rezepte nacheinander.
Bei ein bis drei Terminen pro Woche zieht sich das über 14 bis 40 Wochen.
Ab 18 Jahren zahlen Sie für diese 4 Rezepte an festen Beträgen bis Ende 2026 40 Euro und ab dem 1. Januar 2027 60 Euro. Dazu kommen 10 Prozent der Behandlungskosten. Kinder und Jugendliche unter 18 zahlen nichts dazu.
Vor dem Rezept muss Ihr Kind gründlich untersucht werden, von einer Kinder- und Jugendpsychiaterin, einem Neuropädiater oder einer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin. Diese Untersuchung heißt Eingangsdiagnostik.
PS2
Seelische Störungen wie Ängste, Zwänge, Essstörungen und Persönlichkeitsstörungen
Seelische Erkrankungen
So steht die Gruppe im Katalog: Neurotische, Belastungs-, somatoforme und Persönlichkeitsstörungen
Dazu gehören
- Angststörung (Arztsprache: Angststörungen)
- Zwangsstörung (Arztsprache: Zwangsstörungen)
- Essstörung (Arztsprache: Essstörungen)
- Borderline-Störung
Was bei dieser Gruppe eingeschränkt ist
- Grundlegende seelische Funktionen sind gestört, also seelische Stabilität, Selbstvertrauen, Impulskontrolle, Temperament und Persönlichkeit.
- Einzelne seelische Funktionen sind gestört, also Gefühle, Selbstwahrnehmung und das Bild vom eigenen Körper.
Welche Behandlung auf das Rezept kommt
Zuerst in Frage kommen: Training für seelische Stabilität und Alltag (Psychisch-funktionelle Behandlung). Eine ergänzende Behandlung sieht der Katalog hier nicht vor.
Ein Rezept trägt höchstens 20 Behandlungen. Bis zum Therapieziel sieht der Katalog 40 Behandlungen vor. Das sind 2 Rezepte nacheinander.
Bei ein bis drei Terminen pro Woche zieht sich das über 14 bis 40 Wochen.
Ab 18 Jahren zahlen Sie für diese 2 Rezepte an festen Beträgen bis Ende 2026 20 Euro und ab dem 1. Januar 2027 30 Euro. Dazu kommen 10 Prozent der Behandlungskosten. Kinder und Jugendliche unter 18 zahlen nichts dazu.
Vor dem Rezept muss Sie eine Psychiaterin, ein Neurologe oder eine Psychotherapeutin gründlich untersuchen. Diese Untersuchung heißt Eingangsdiagnostik.
PS3
Seelische Störungen wie Depression und Schizophrenie sowie Abhängigkeit
Seelische Erkrankungen
So steht die Gruppe im Katalog: Wahnhafte und affektive Störungen, Abhängigkeitserkrankungen
Dazu gehören
- Schizophrenie oder schizophrenes Residuum (Arztsprache: schizophrenes Residuum, sonstige Schizophrenie)
- Depression (Arztsprache: depressive Störungen)
- Abhängigkeitserkrankung (Arztsprache: Abhängigkeitssyndrom, psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen)
Was bei dieser Gruppe eingeschränkt ist
- Grundlegende seelische Funktionen sind gestört, also die Klarheit des Bewusstseins, der Umgang mit anderen Menschen, Antrieb, Temperament und Persönlichkeit.
- Einzelne seelische Funktionen sind gestört, also Aufmerksamkeit, Gedächtnis, das Zusammenspiel von Denken und Bewegung, Verhalten, Gefühle, Selbstwahrnehmung und höhere Denkleistungen.
Welche Behandlung auf das Rezept kommt
Zuerst in Frage kommen: Training für seelische Stabilität und Alltag (Psychisch-funktionelle Behandlung), Training für Denken und Aufmerksamkeit (Hirnleistungstraining oder neuropsychologisch orientierte Behandlung). Eine ergänzende Behandlung sieht der Katalog hier nicht vor.
Ein Rezept trägt höchstens 20 Behandlungen. Bis zum Therapieziel sieht der Katalog 40 Behandlungen vor. Das sind 2 Rezepte nacheinander.
Bei ein bis drei Terminen pro Woche zieht sich das über 14 bis 40 Wochen.
Ab 18 Jahren zahlen Sie für diese 2 Rezepte an festen Beträgen bis Ende 2026 20 Euro und ab dem 1. Januar 2027 30 Euro. Dazu kommen 10 Prozent der Behandlungskosten. Kinder und Jugendliche unter 18 zahlen nichts dazu.
Vor dem Rezept muss Sie eine Psychiaterin, ein Neurologe oder eine Psychotherapeutin gründlich untersuchen. Diese Untersuchung heißt Eingangsdiagnostik.
PS4
Demenz
Seelische Erkrankungen
So steht die Gruppe im Katalog: Dementielle Syndrome
Dazu gehören
- Morbus Alzheimer, vor allem im Stadium der leichten Demenz (Arztsprache: Morbus Alzheimer, insbesondere im Stadium der leichten Demenz (Clinical Dementia Rating 0,5 und 1,0))
Was bei dieser Gruppe eingeschränkt ist
- Grundlegende seelische Funktionen sind gestört, also Orientierung und Antrieb.
- Einzelne seelische Funktionen sind gestört, also Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Schlaf, das Zusammenspiel von Denken und Bewegung, Verhalten, Gefühle und höhere Denkleistungen.
Welche Behandlung auf das Rezept kommt
Zuerst in Frage kommen: Training für Denken und Aufmerksamkeit (Hirnleistungstraining oder neuropsychologisch orientierte Behandlung), Training für seelische Stabilität und Alltag (Psychisch-funktionelle Behandlung). Eine ergänzende Behandlung sieht der Katalog hier nicht vor.
Ein Rezept trägt höchstens 10 Behandlungen. Bis zum Therapieziel sieht der Katalog 40 Behandlungen vor. Das sind 4 Rezepte nacheinander.
Bei ein bis drei Terminen pro Woche zieht sich das über 14 bis 40 Wochen.
Ab 18 Jahren zahlen Sie für diese 4 Rezepte an festen Beträgen bis Ende 2026 40 Euro und ab dem 1. Januar 2027 60 Euro. Dazu kommen 10 Prozent der Behandlungskosten. Kinder und Jugendliche unter 18 zahlen nichts dazu.
Vor dem Rezept muss eine Psychiaterin, ein Neurologe oder eine Neuropsychologin Sie gründlich untersuchen. Diese Untersuchung heißt Eingangsdiagnostik.